Montag, 1. Mai 2017

Im Sulzschnee auf's Seekarkreuz (1601m)

Eigentlich hatte ich mich ja schon auf Frühling eingestellt. Aber wenn es dann Mitte April noch einmal richtig winterlich wird, werden für die Voralpen eben nochmal die Skier rausgekramt.


Start der zumindest im Aufstieg schon einmal begangenen Skitour aufs Seekarkreuz ist die Bushaltestelle Kreuth Klamm. Von stort aus steuerte ich zunächst die Schwarzentennalm an. Nach einer kurzen Brotzeit in der Sonne bog ich links in den Wald ein und traf nach wenigen Minuten auf den Forstweg. Diesem folgte ich weiter hinauf bis in lichteren Wald. Über den Bach und in westliche Richtung - nun im freien Gelände - bis zum Kamm, der vom Brandkopf herunterzieht. Dort traf ich die Spurer, zwei Schneeschuhgeher, die hier Kehrt machten. Also spurte ich die langgezogene Linkskurze hinauf bis zum Gipfel. Da sich die Sonne bereits verzogen hatte und ein unangenehmer Wind bließ, machte ich mich schnell abfahrbereit. Mein Ziel, Lenggries, wollte ich über die Zufahrtsstraße der Lenggrieser Hütte erreichen. Also den eigentlich (also bei gutem Schnee) recht schönen Nordwesthang des Seekarkreuzes hinab und rechts der Seekaralm den geräumten Weg angesteuert. Dass es hier noch so viele Flachstücke und Gegenanstiege hat, hatte ich leider so nicht mehr in Erinnerung. Zudem war die dünne Schneeauflage so schmierig, dass ich nur in Schussfahrt einigermaßen vom Fleck kam. Etwa ab der Abzweigung des Sulzersteigs war dann Tragen angesagt, aber darauf hatte ich mich eingestellt und Wechselschuhe eingepackt. Eine nette Begleitung verkürzte zumindest gefühlt den Hatsch nach Lenggries, wo ich mich geschafft, aber zufrieden in die BOB setzte. Geschafft, weil das Spuren im schweren Schnee trotz der Schneeschuhgeher viel Kraft gekostet hatte. Zufrieden, weil draußen sein eigentlich immer schön ist, und Bewegung sowieso.

Wunderschön gelegene Schwarzentennalm

Vorher...

... nachher - Und wieder was gelernt: Schneeschuhspuren machen es für Skitourengeher nur bedingt leichter

Seekarkreuz - Die Sonne hat wohl keine Lust mehr

Nicht mehr weit

Gipfelblick nach Süden - Beim Fotografieren hätte es mich beinahe umgeweht

Die Abfahrt: Lediglich auf den ersten Metern passabel, danach nur noch ätzend

Hier geht nix mehr mit Skiern

  • Tourdatum: Samstag, 22.04.2017
  • Zeitbedarf: gut 3,5 Stunden für den Aufstieg
  • Höhenmeter: 780
  • Lawinenlage: Warnstufe 2 unterhalb 1800m (Gleitschnee)

Kommentare:

  1. Da hast Du den verspäteten Wintereinbruch ja noch gut genutzt. Und im März war ich da zu Fuß oben... seltsames Frühjahr!

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    1. Ja stimmt, hab deinen Bericht sogar gelesen. "Gut genutzt" ist gut - ein Krampf war's :-P

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