Montag, 12. Dezember 2016

Rotwand (1884m) über Pfanngrabensteig - Individualismus vs. Naturverträglichkeit

Im Moment stecke ich in einem Dilemma. Einerseits suche ich in den Bergen Ruhe und Abgeschiedenheit, denn nichts hasse ich mehr als lärmende Menschen in der Natur. Andererseits möchte ich auch den dort lebenden Tieren die Chance nicht verwehren, sich zurückziehen zu können, um einigermaßen ungestört zu sein. Was also tun, wenn man die Einsamkeit sucht, aber nicht ständig auf unmarkierten Routen oder - noch schlimmer - weglos durchs Gelände stapfen will?


Samstag, 26. November 2016

Wer wagt, gewinnt: Sonnenuntergang am Jochberg (1565m)

Schon bei unserer Wanderung um den Wendelstein hatten wir, als wir uns an der Kirchwand so schön von der Abendsonne bescheinen ließen, eine baldige Sonnenuntergangstour ins Auge gefasst. Dass es drei Wochen später am Jochberg etwas winterlicher werden sollte, hätten wir damals allerdings nicht gedacht.


Freitag, 11. November 2016

Katzenkopf (1817m) - Stiller Nachbar der Kramerspitze

Wir sitzen am für den heutigen Tag höchsten Punkt, genießen die Sonne, die Aussicht und die Einsamkeit und wollen eigentlich nie wieder absteigen. Ein Gefühl der tiefen Zufriedenheit macht sich breit. Die Tatsache, dass wir es dabei im Grunde genommen nur auf einem kleinen Nebengipfel der Kramerspitze "geschafft" haben, könnte für mich nicht uninteressanter sein.


Freitag, 4. November 2016

Kleine Entdeckungstour am Wendelstein

Ohne festes Gipfelziel ging es vor zwei Wochen zum Wendelstein. Wandernd den sonnigen Herbsttag genießen und dabei möglichst den Massen aus dem Weg gehen - dies war das vornehmliche Ziel unseres Ausflugs.


Freitag, 28. Oktober 2016

Überschreitung Hoher Fricken über Kuhfluchtwasserfälle und Esterbergalm

Im Estergebirge war ich - mit Ausnahme des Wanks, der aber gefühlt irgendwie gar nicht dazugehört - bisher noch nie. Höchste Zeit also, den Gebirgszug einmal zu besuchen.


Freitag, 14. Oktober 2016

Über den Nordgrat (III) auf die Vordere Sommerwand (2676m)

Am Tag nach der zwar relativ einfachen, aber eben doch anstrengenden und teils recht kalten 10-Stunden-Hochtour auf die Ruderhofspitze stand uns (dreien der achtköpfigen DAV-Freising-Truppe) der Sinn nach einer eher kurzen und vor allem (spät)sommerlicheren Unternehmung. Da ich dank Daniel vor kurzem auf die Klettertour zur Vorderen Sommerwand aufmerksam geworden war und das Topo sicherheitshalber mitgenommen hatte, war unser Ziel schnell gefunden.


Dienstag, 4. Oktober 2016

Ruderhofspitze (3473m): Für die Mühen belohnt

Da geht man mittwochs abends gemütlich klettern, hält ein nettes Pläuschchen mit dem DAV-Tourenleiter, mit dem man schon am Großglockner und in den Ötztaler Alpen unterwegs war - und wird unvermittelt gefragt, ob man am Wochenende nicht mit auf Hochtour kommen möchte. Ziel? Ruderhofspitze. Hm, schon mal gehört; aber eigentlich auch egal: Wir kommen mit!


Freitag, 30. September 2016

After Work: Brecherspitz über Ostgrat/Ostflanke

Es ist der vorerst letzte schöne Sommertag angekündigt. Beim Frühstück sitzend beiße ich mir gedanklich in den Hintern, dass ich mir nicht Urlaub genommen habe. Da dies so spontan leider nicht möglich ist, treffe ich die einzige richtige Entscheidung: Ich beschließe, bereits am frühen Nachmittag Feierabend zu machen und meine erste After-Work-Tour anzugehen.


Montag, 26. September 2016

Via La Bellezza della Venere (IV+, 9 Seillängen)

Neben viel Sportkletterei wollte ich im Arco-Urlaub Anfang September nicht auf eine Mehrseillängentour verzichten. Die Wahl fiel aufgrund der schnellen Erreichbarkeit, der moderaten Schwierigkeit und der angenehmen Länge auf die "La Bellezza della Venere", die "Schönheit der Venus".

Einstieg

Montag, 19. September 2016

Durchquerung der Ankogelgruppe - Teil 4/4: Über tausend Blöcke musst du geh'n...

Hast Du Dich schon einmal ganz klein gefühlt? So wirklich als Zwerg in einer nicht beherrschbaren Umgebung? Klar, auf hohen Bergen oder in wilder Landschaft spüren wir die Größe von Mutter Natur - oft steht dabei aber Bewunderung und Genuss im Vordergrund. Im Kar vor der Mallnitzer Scharte überraschte mich dagegen ein Gefühl, was ich bisher so stark noch nicht wahrgenommen hatte. Demut ist vermutlich das Wort, was es am besten trifft.


Samstag, 3. September 2016

Durchquerung der Ankogelgruppe - Teil 3/4: Über hohe Scharten und einen spaltenreichen Gletscher zur Gießener Hütte

Wow, was für ein Tag! Nicht nur lang und körperlich anstrengend, sondern auch mental extrem fordernd. Ein C/D-Klettersteig mit schwerem Gepäck nach gut 800 Höhenmetern Zustieg, ein ungespurter, teilweise spaltenreicher Gletscher mit Schneeauflage und ein endloser Blockabstieg von 3125m auf 2202m - neuneinhalb Stunden, die uns gezeigt haben, dass auch Hüttenübergänge ohne Gipfel sehr eindrucksvoll sein können.


Montag, 29. August 2016

Durchquerung der Ankogelgruppe - Teil 2/4: Ausflug zu den Schwarzhornseen

Gewittergefahr ab mittags und wir noch etwas platt von der Vortagestour - uns kam es allemal entgegen, dass für Tag 2 der Hochtourenwoche eine weitere Übernachtung auf der Osnabrücker Hütte (2022m) eingeplant war. So machten wir einen gemütlichen Ausflug zu den malerischen Schwarzhornseen (ca. 2650m).


Sonntag, 21. August 2016

Durchquerung der Ankogelgruppe - Teil 1/4: Überschreitung Ankogel (3250m)

2015 hatte es ja nicht sein sollen. 2016 wollten wir es in anderer Besetzung und etwas früher im Jahr noch einmal versuchen: Eine Durchquerung der Ankogelgruppe auf alpinen Routen; über Gletscher, hohe Scharten und mit einigen Gipfeloptionen.


Freitag, 5. August 2016

Im Schneesturm am Großglockner

Schon am Vorabend ließ der Wetterbericht wenig Gutes erwarten. Schneefall war angesagt, dazu starker Wind. Trotzdem zweifelten wir nicht an der Erreichbarkeit des Gipfels und gingen voller Vorfreude ins Bett. Nach einer erholsamen Nacht im (vollbesetzten) Lager und einem üppigen Frühstück starteten wir gegen 6 Uhr.


Samstag, 23. Juli 2016

Gletschertour zum Gramúl (3276m) - Den Sturmböen zum Trotz

Hochtourenwochenende, die Zweite. Dieses Mal stand die Besteigung des Großglockners über den Stüdlgrat auf dem Plan. Die Übernachtung auf der Stüdlhütte (2802m) war somit gesetzt. Da wir bereits am Freitag dort übernachteten, konnten wir den Samstag für eine ausgiebige Gletscherübung und Akklimatisierungstour nutzen.


Montag, 18. Juli 2016

Hochtour auf den Ötztaler Urkund (3556m) (III-)

Au weia, zwei Nächte zuvor nur wenig geschlafen und von der Höhe leicht mitgenommen - entsprechend schläfrig saß ich um kurz nach 5 Uhr in der Breslauer Hütte beim Frühstück. In den kommenden drei bis vier Stunden sollte es mit einigermaßen schwerem Gepäck über Block-, Schnee- und Klettergelände auf den 3556m hohen Ötztaler Urkund gehen. Und dann vielleicht noch weiter auf die Wildspitze. Puh, wenn das mal kein Schinder wird...


Mittwoch, 6. Juli 2016

Wildes Mannle (3023m) - Erster Dreitausender des Jahres als Nachmittagsspaziergang

Manchmal muss man einfach Glück haben. Gewitter waren angesagt, Sonnenschein haben wir bekommen. Und so war neben dem Hüttenzustieg am Tag vor der eigentlichen Tour noch der Hüttengipfel als Akklimatisierungsziel drin.


Freitag, 17. Juni 2016

Einsame Spritztour zum Hammerstein (1278m) bei Aschau i.Chiemgau

Die Idee war eigentlich ganz simpel: Wegen einer angekündigten Schlechtwetterfront, die im Laufe des Tages von West nach Ost durch die Nordalpen ziehen sollte, suchten wir uns ein Ziel möglichst weit im Osten aus, welches wir auch noch relativ zügig erreichen konnten. Auf Alois' Seite stieß ich auf die Tour über Hammerspitze und Zellerhorn. 900hm und 4,5 Stunden sollten noch vor dem großen Regen machbar sein - so zumindest die Hoffnung.


Montag, 30. Mai 2016

Wanderung zum Stierkopf (1535m)

Eine fehlgeschlagene Tourenplanung (der Bus nach Schloss Linderhof fährt am Wochenende leider erst um halb elf, nicht schon um halb zehn) führte uns am ersten richtigen Sommertag spontan zum erstaunlich schönen Stierkopf (1535m) in den Ammergauer Alpen.


Freitag, 6. Mai 2016

Schneegestapfe zur Aiplspitz - mal wieder...

Irgendwie zog es mich jetzt doch noch einmal zum Nordgrat der Aiplspitz - nachdem wir Anfang des Winters ja den einfacheren Westgrat gewählt hatten. Dass der Zustieg zum Grat abenteuerlicher werden sollte als der Grat an sich, hätte ich vorher nicht gedacht.


Sonntag, 17. April 2016

Winterüberschreitung der Ruchenköpfe (Westgrat, IV und Schnittlauchrinne)

Dieses Mal sollte es klappen: Die Winterbegehung des Westgrats der Ruchenköpfe - eine Tour, die schon länger auf unserer Wunschliste stand. Nachdem die Unternehmung im vergangenen Jahr nicht mit einem Gipfelerfolg geendet und wir uns daraufhin den Grat im Sommer noch einmal genauer angesehen hatten, wagten wir nach dem kleinen Wintereinbruch am zweiten Aprilwochenende einen erneuten Versuch, den Westgrat (Schlüsselstelle IV, sonst leichter) unter erschwerten Bedingungen zu begehen.


Mittwoch, 30. März 2016

Unterwegs am Pürschlinghaus - Der (Skitouren)Winter ist vorbei...

... zumindest in den Voralpen*.

Nach einem Umzug Anfang März und einigen einigermaßen anstregenden Folgewochen sollte es endlich noch einmal auf Skitour gehen. Da wir keine Lust hatten, großartig zu recherchieren, entschieden wir uns für den Teufelstättkopf.


Donnerstag, 25. Februar 2016

Überschreitung Herzogstand/Heimgarten im Winter

Der bayerische Klassiker - vor vier Jahren bin ich ihn schon einmal gegangen, damals eine meine ersten Wanderungen meiner Wahlheimat Oberbayern. Damals hatte ich nicht besonders viel Bergerfahrung vorzuweisen. Heute würde ich im Traum nicht mehr daran denken, die Überschreitung an einem Wochenendtag im Sommer zu machen. Aber im Winter? Sollte doch sehr viel einsamer und spannender sein...


Mittwoch, 10. Februar 2016

Föhn-Spritztour zur Taubensteinhütte

Keine Lust mit dem Auto zu fahren, das Bayernticket gilt aber erst ab 9 Uhr - was tun? Da wir bei den Wetter- und Schneeaussichten sowieso keine Motivation für eine längere Tour hatten, war erstmal Ausschlafen angesagt. Um 9:10 Uhr nahmen wir den Zug von Freising, gegen halb zwölf kamen wir an der Talstation der nur noch im Sommer laufenden Taubensteinbahn an.


Sonntag, 7. Februar 2016

Sonntag, 31. Januar 2016

Pappschnee, Harsch und Eis am Schönberg (1621m)

So schnell kann's gehen. Der tolle Schnee ist weg, es ist mal wieder viel zu warm. Trotzdem war vor gut einer Woche der Bewegungsdrang stärker als die Abneigung gegen Pappschnee, sodass wir zur zweiten Skitour der Saison aufbrachen. Der Schönberg bei Lenggries sollte das Ziel sein.


Samstag, 23. Januar 2016

Endlich Winter! - Pulvertraum an der Brecherspitz

Endlich ist er da - der Schnee, auf den wir Skitourengeher so lang gewartet haben! Auch bei stürmischem Wetter musste also eine Tour her. Was liegt da näher als die gut erreichbare Brecherspitz mit Einkehr in der Oberen Firstalm?


Montag, 18. Januar 2016

Überschreitung der Aiplspitz (1759m) im Winter

Die Aiplspitz ist so ein Berg, den ich immer wieder gern besuche - warum also nicht mal im Winter? Und da Anfang Januar sowieso noch zu wenig Schnee zum Skitourengehen lag, entschieden wir uns für diese Winterwanderung mit alpinem Finale.


Samstag, 9. Januar 2016

Silvestertour über die Kampen

Wie letztes Jahr sollte es an Silvester wieder in die Berge gehen. Als Stützpunkt für die Silvesternacht war ebenfalls wieder die Lenggrieser Hütte auserwählt worden. Da für den 1.1. schlechtes Wetter vorhergesagt war, es am 31. aber noch relativ schön sein sollte, wählten wir einen erweiterten Hüttenzustieg von Bad Wiessee über den Stinkergraben, die Kampen und das Seekarkreuz.