Montag, 29. Dezember 2014

Sechs Tage in der Brenta - Teil 4/4: Sentiero Bocchette Brentari und dell'Ideale

Los gings am 17.09. zum krönenden Abschluss der Brentatour. Aufgrund der Beschreibungen hatte ich hohe Erwartungen an die letzte Etappe des Bocchette-Wegs - und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Insgesamt präsentiert sich der Steig ausgesprochen hochalpin, einsam und trotz des Nebels landschaftlich einzigartig imposant.

Freitag, 26. Dezember 2014

Sechs Tage in der Brenta - Teil 3/4: Sentiero Bocchette Centrali und Monte Daino (2685m)

Dass der Sentiero Centrali mit vier bis fünf Stunden der kürzeste Abschnitt unserer Brentatour sein würde, kam uns aufgrund der nicht sehr vielversprechenden Wettervorhersage entgegen. Für den Fall, dass es doch besser sein würde, hatten wir allerdings auch noch ein Gipfelziel im Auge. Start war um kurz nach sieben an der Alimontahütte. Es war bereits bewölkt, doch bis mittags sollte das Wetter einigermaßen halten.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Sechs Tage in der Brenta - Teil 2/4: Sentiero Bocchette Alte und Versuch Cima Brenta (3150m)

Auch der zweite Tourentag in der Brenta begrüßte uns mit einem makellosen Himmel, diesmal allerdings gepaart mit zähem Hochnebel, der sich im Laufe des Tages noch in den berüchtigten Brentanebel verwandeln sollte... Dieser war letztlich auch mit dafür verantwortlich, dass wir die Besteigung der Cima Brenta, einem sowohl klettertechnisch als auch orientierungsmäßig nicht unanspruchsvollen Gipfel, abbrachen. Doch zunächst stand uns ein ganzer Teil des Bocchette-Klettersteiges bevor, bzw. das Wiedererreichen desselben über den Rest des Tuckettgletschers.

Montag, 22. Dezember 2014

Sechs Tage in der Brenta - Teil 1/4: Sentiero Bocchette Benini mit Cima Falkner (2988m) und Cima Sella (2919m)

Schon letztes Jahr wollte ich den berühmten Bocchette-Weg begehen, dieses Jahr klappte es dann. Am 13. September fuhren wir von Freising nach Madonna di Campiglio, um über den mehrtägigen, hochalpinen Klettersteig von Hütte zu Hütte zu wandern. Die Rucksäcke waren prall gefüllt, denn neben Klettersachen und Verpflegung wollten wir auch nicht auf unsere Hochtourenausrüstung verzichten - man bewegt sich schließlich fast durchgehend an der 3000m-Grenze inkl. dem ein oder anderen Gletscherkontakt.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Ein langes Wochenende im Verwall

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und vor Silvester wird wohl kein Gipfel mehr drin sein. Gelegenheit also, die noch ausstehenden Berichte des Sommers nachzuholen. Bevor es auf dem Bocchette-Weg in der Brenta noch einmal so richtig hochalpin wurde, verbrachte ich ein eher regnerisches, aber mit der entsprechenden Begleitung sehr unterhaltsames langes Wochenende im Verwall.

Der Patteriol (3056m) beim Zustieg zur Konstanzer Hütte

Montag, 1. Dezember 2014

Spannende Kraxelgrate am Spitzingsee - Taubenstein und Rotwand für Bergsteiger

Wir schreiben den 29. November 2014, einen Tag vor dem ersten Advent. Zu dritt sitzen wir auf der Terrasse des Rotwandhauses auf 1737m und genießen Kasspatzen und Speckknödelsuppe bei föhnigen 20°C, während im Tal der Nebel regiert. Hinter uns liegen mit dem Südgrat des Taubensteins und der Komplettüberschreitung der Rotwandgipfel zwei ungewöhnliche und alpine Aufstiege zu bekannten Voralpengipfeln - Herz, was willst du mehr?

Samstag, 29. November 2014

Pyramidenspitze (1997m) über Winkelkar und Egersgrinn

Eine Tour mit einigermaßen alpinem Touch und einem Hauch von Abenteuer sollte her. Gleichzeitig musste sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und auch bei Schnee machbar sein. Gar nicht so einfach... Wir entschieden uns schließlich für die Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser - mit Aufstieg über den leichten Klettersteig des Winkelkars und Abstieg über den aufgelassenen Egersgrinn-Pfad.

Sonntag, 23. November 2014

Breitenstein (1622m) mit "Fensterl" und Erkundung Ostgrat

Der Breitenstein ist ein beliebter Wandergipfel in unmittelbarer Nachbarschaft des Wendelsteins. Doch es führen auch relativ bis äußerst einsame Pfade hinauf. Für den Anstieg suchten wir uns den nicht markierten, jedoch in den Karten verzeichneten Weg über das Naturdenkmal "Breitensteiner Fensterl", welches in luftiger Kletterei sogar bestiegen werden kann, aus. Der Abstieg sollte über den weglosen Ostgrat geschehen.

Mittwoch, 12. November 2014

Klettern am Ulrichshörndl: Zeitgeist (III+, 11 Seillängen)

18.10.2014: Geplant war eigentlich der Westgrat der Ruchenköpfe, doch aufgrund des Bahnstreiks wollten wir auf Nummer Sicher gehen und mit dem Auto fahren. So suchten wir uns mit der Route "Zeitgeist" am Ulrichshörndl ein etwas weiter entferntes Ziel aus. Die Route ist landschaftlich sehr schön und gut abgesichert, erfordert aber einen Zustieg von rund eintausend Höhenmetern, was sicherlich einige Aspiranten abschreckt. So waren wir nicht allzu sehr verwundert, dass wir an diesem schönen Herbsttag als einzige Seilschaft unterwegs waren.

Donnerstag, 6. November 2014

Sonne tanken am Veitsbergkamm

Der Oktober hat sich in diesem Jahr ja nicht lumpen lassen und uns einige schöne Wochenenden beschert. So auch am 12.10., an dem wir den Veitsbergkamm besuchten. Dieser kann von Norden von der Ackernalm erreicht werden; wir wählten jedoch den südseitigen Anstieg von Riedenberg. Landschaftlich ist der Weg wenig spannend, doch die warmen Sonnenstrahlen machten dies mehr als wett.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Weiblkante mit Variante (V-)

Puh, das ist aber ein ziemlich harter Vierer, denke ich mir und suche nach einem vertrauenserweckenden Griff. Mit dem Rucksack fühlt sich die senkrechte Wand irgendwie überhängend an, gute Tritte gibts auch keine. Aber neben mir ist gleich der Haken, also kann ja nicht viel passieren - ein kurzer Kraftakt und ich stehe wieder im geneigten Gelände direkt am ersten Standplatz.

So kann es gehen, wenn man sich am Abend zuvor spontan dazu entschließt, zu einer Wanderung/Bergtour auch noch Klettergurt, Seil und Exen mitzunehmen, zu der Tour aber nur wenig Informationen im Netz findet. Geplant war die Weiblkante (IV), geklettert sind wir zumindest in der ersten Seillänge etwas anderes...

Sonntag, 26. Oktober 2014

Déjà-vu am Hirschberg nach Wintereinbruch

Den Hirschberg am Tegernsee habe ich ja schon einmal als "perfekten Winterwanderberg" tituliert. Gestern verschlug es uns noch einmal dorthin, da wir unseren Anschluss an die Ringlinie Tegernsee-Gmund verpassten, der Bergsteigerbus nach Kreuth jedoch auf die verspätete BOB gewartet hatte. Nach dem massiven Wintereinbruch der vergangenen Tage stellte sich dies mal wieder als perfekte Wahl heraus (der Fockenstein, unser ursprüngliches Ziel, wäre sicher auch gegangen). Da ich die Tour schon beschrieben habe, hier nur ein paar Eindrücke der winterlichen Berge:

Noch scheint an den Kampen und am Fockenstein die Sonne...

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hochthronklettersteig (D) am Untersberg

Obwohl ich am Tag zuvor den Soldatenweg geklettert war, konnte ich der Einladung zur Begehung des Hochthronklettersteiges beim Traumwetter des 28.09. nicht ausschlagen. So ging es nach einem anstrengenden Tag wieder früh los: Diesmal um 6:30 Uhr von Freising nach Berchtesgaden.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Über Grasleitenstein und -kopf zur Lenggrieser Hütte

Heute gingen wir es gemütlich an, daher auch nur ein kurzer Bericht von unserer Wanderung in den Bayerischen Voralpen. Trotz Streik der GDL kamen wir gut in Lenggries an und gingen von dort nach Mühlbach, wo bei Hausnummer 5 ein Wirtschaftsweg in die Felder hineinführt. An Kuhweiden vorbei geht es in den Wald und schließlich wieder in freier werdendes Gelände. Kurz darauf erreicht man den Grasleitenstein, eine exponierte Erhebung mit gar nicht mal so kleinem Kreuz. Auch die Aussicht kann sich sehen lassen!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Plattkofel (2969m) über Oskar-Schuster-Steig

Wenn man schon mal 350km in die Dolomiten fährt, dann nicht wegen eines einzigen Berges, dachte ich mir und plante für den "Marmolatatrip" noch einen zusätzlichen Gipfel ein. Nachdem wir den überlaufenen Biz Boè wieder verworfen hatten, einigten wir uns schließlich auf den Plattkofel, einen Fast-Dreitausender mit alpinem Klettersteig.

Blick zurück zu Sella (links), Sellapass (unten Mitte) und Marmolata (rechts)

An der Toni-Demetz-Hütte öffnet sich der Blick ein wenig nach Nordwesten zur Seiser Alm

Dienstag, 7. Oktober 2014

Zehn Seillängen Alpinfeeling am Predigtstuhl

Auch wenn ich damit jetzt die Chronologie meiner Beiträge durcheinander schmeiße, möchte ich doch als nächstes über die erneute Besteigung des Predigtstuhls im Dammkar schreiben. Dies hat zwei Gründe. Der eine ist, dass es mit einem vergangenen Beitrag zu tun hat, der andere - noch viel wichtigere - ist, dass ich mich einfach tierisch freue, meine erste eigenverantwortliche Mehrseillängentour geklettert zu haben! Ende August ging ja der erste Versuch gründlich in die Hose. Vorletzten Samstag starteten wir daher bei bestem Wetter einen erneuten Anlauf. Um zwanzig nach zehn waren wir an der Hütte, um kurz nach elf stiegen wir in die Route "Soldatenweg" ein. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Route liegt nur im Schwierigkeitsgrad III und ist noch dazu ausreichend abgesichert, doch für mich war es etwas ganz Besonderes: Der Einstieg ins alpine Klettern!

Freitag, 3. Oktober 2014

Marmolata (3343m) - Königin der Dolomiten

Die Marmolata, höchster Berg der Dolomiten: Wer möchte da nicht hinauf?


Ich hatte mich schon vor längerer Zeit einmal mit dem Berg beschäftigt, die Idee einer Besteigung dann aber erstmal wieder zur Seite geschoben, da man selbst von Freising aus ja nicht so einfach mal schnell hin kommt. Als dann Steffi in ihrer Wunschliste für 2014 genau diesen Berg aufzählte, meldete ich mich ganz schnell als potentielle Mitgeherin an. Während meiner Planung des Sommerurlaubs wurde die Idee schließlich noch einmal auf den Tisch gebracht; und tatsächlich fanden wir einen Termin für einen gemeinsamen Gipfelversuch. So trafen wir uns mit Felix am 22.08. in München, um uns auf die lange Autofahrt zum Fedaia-Stausee zu machen. Voller Vorfreude stiegen wir von dort in etwa zwei Stunden zum Rifugio Pian dei Fiacconi auf.

Samstag, 20. September 2014

Alpinwoche 2014: Innere Wetterspitze (3053m)

Der Morgen begann nebelig, aber durchaus mit Hoffnung auf besseres Wetter. Auf dem Plan stand der Übergang von der Magdeburger zur Bremer Hütte, also die Rückkehr von Südtirol nach Österreich. Zudem sollte es bei entsprechendem Wetter noch auf den Hausberg der Bremer Hütte, die Innere Wetterspitze gehen. Je höher wir jedoch stiegen (es galt, eine fast 2900m hohe Scharte zu überqueren), desto dichter wurden die Wolken, auch Wind kam auf. Die Hoffnung, den Berg noch besteigen zu können, schwand immer mehr.


Freitag, 12. September 2014

Alpinwoche 2014: Schneespitze (3178m)

Am dritten Tag unserer Alpinwoche sollte es endlich ein Ganztagesschönwetterfenster geben, das wir natürlich entsprechend nutzen wollten! Da noch eine Übernachtung auf der Magdeburger Hütte eingeplant war, gingen wir mit leichtem Gepäck die Besteigung der Schneespitze, einem 3000er mit Gletscherrest, an.


Montag, 8. September 2014

Alpinwoche 2014: Von der italienischen Tribulaun- zur Magdeburger Hütte

Nachdem ja klar war, dass das Wetter nichts gutes bringen würde, stiegen wir am 16.08. Richtung Hinterstein im Pflerschtal ab, um auf dem Talweg zur Magdeburger Hütte zu gelangen. Da die hohen Berge sowieso in Wolken hingen, fiel uns dies nicht allzu schwer - wir hätten oben eh nichts gesehen.


Mittwoch, 3. September 2014

Alpinwoche 2014: Über den Gschnitzer Tribulaun von der österreichischen zur italienischen Tribulaunhütte

Auch dieses Jahr ging es wieder für einige Tage auf Hüttentour in ein etwas weiter entferntes Gebiet der Alpen. Da wir nur zu dritt waren, waren Übergänge auf (spaltenreichen) Gletschern keine Option, möglichst viele Dreitausender zum "Mitnehmen" sollten aber dabei sein. So verschlug es uns in die südlichen Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze.


Bei Nebel und Nieselregen erreichten wir am 14.08. die kleine, aber schöne österreichische Tribulaunhütte (2064m): Ein Innenleben mit dem moosgrünen Charme der 70er und Flugzeugtoiletten, aber unheimlich nette Wirtsleute, leckeres Essen, ein gemütliches Lager und eine (kalte) Dusche für umsonst!

Der Habicht im Morgenlicht

Montag, 25. August 2014

Wandernd statt kletternd auf den Predigtstuhl (1920m)

Blöd gelaufen. Da stehen wir an diesem Samstag Anfang August erst um halb elf am Bahnhof von Mittenwald, obwohl für den Nachmittag Gewitter angesagt sind, und wir eine Klettertour machen wollen, die selbst zweieinhalb Stunden dauern soll und zu der wir erst noch gute zwei Stunden hinlaufen müssen... Und wessen Schuld war das? Ganz klar: meine! Wenn man um 6:28 Uhr den Zug nehmen will, ist es ganz klar viel zu spät, wenn man den Wecker auf 6:15 Uhr stellt... Da ich zur Zeit manchmal nicht so ganz zurechnungsfähig bin, bemerkte ich das Maleur aber erst, als ich um 7 Uhr in aller Ruhe im Bad stand und den ersten Glockenschlag hörte. Da dämmerte es langsam in mir, dass es nicht wie angenommen 6 Uhr war, sondern schon eine Stunde später. Eigentlich hätte ich schon am Münchner Bahnhof sein sollen.


Freitag, 15. August 2014

Klettern in bestem Dolomitenfels: Pilastriniführe (IV+)

Eigentlich war für meinen letzten vollen Tag im Südtirol-Kurzurlaub ja die Besteigung des Langkofel (3181m) mit unserem mittlerweile angestammten Bergführer Toni Stocker geplant. Wir fuhren daher extra früh von Deutschnofen los, um für die lange Tour zeitliche Reserven zu haben und trafen so bereits gegen halb acht am Sellajoch ein - nur um dann von Toni zu hören: Das Wetter wird nicht halten...


Sonntag, 10. August 2014

"Mal schnell" auf's Schwarzhorn (2439m)

Den Tag nach der Rotwandtour ließen wir etwas ruhiger angehen und schliefen erst einmal aus. Das Wetter war jedoch so schön, dass wir zumindest eine kleine Wanderung unternehmen wollten, und so machten wir uns auf den Weg zum Jochgrimm (1989m), wo wir gegen 11:30 Uhr ankamen. Da es ziemlich heiß war, entschieden wir uns für den Aufstieg auf das Schwarzhorn von Südwesten, da dieser Weg zunächst längere Zeit durch den schattigen Schwarzenbergwald führt.


Sonntag, 3. August 2014

Im Reich König Laurins: Überschreitung der Rotwand (2806m)

Kurztrip nach Südtirol! Für welchen Bergsteiger klingt das nicht wie Musik in den Ohren? Zugegeben, ein längerer Urlaub wäre noch schöner gewesen, aber wir haben die paar Tage wirklich gut genutzt. Donnerstag Abend kam ich an, Freitag (18.07.) gings gleich in den Rosengarten und auf die formschöne Rotwand.


Freitag, 1. August 2014

Das Wesen der Berge

Gerade ein schönes Zitat auf dem August-Kalenderblatt des DAV-Kalenders gelesen:

"Es schafft keine Probleme, im Sport immer noch schneller, weiter und höher zu gehen; aber der Alpinismus hat eine andere Seele, er hat Tradition, Ethik und Romantik. [...] Vielleicht werde ich alt, aber ich muss nicht hinausgehen und mir immer noch größere Schwierigkeitsgrade suchen. Ich will das Wesen der Berge spüren, in einer simplen Berghütte schlafen und mit den Leuten reden, die in den Bergen leben... Ich will als Mensch mit den Bergen zusammensein und sie bewundern, ich will erfahren, anstatt zu erobern oder zu siegen."

(Anderl Heckmair, 1906 bis 2005)

Freitag, 25. Juli 2014

Klettern in Kochel und Mehrseillängenkurs im Donautal

Zwar gehe ich normalerweise ein- bis zweimal die Woche in der Halle klettern, doch als klassische Sportkletterin sehe ich mich sicher nicht. Daher freute ich mich sehr, dass die Sektion Freising des DAV auf meine Bitte hin dieses Jahr doch noch einen Mehrseillängenkurs anbot!


Dienstag, 15. Juli 2014

Rinnkendlsteig: Schwitzen über dem Königssee

Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass es bis zu diesem Beitrag so lange gedauert hat. Es ist derzeit so viel im Gang, dass leider kaum Zeit zum bloggen bleibt...

Den Bericht über eine weitere Tour im Berchtesgadener Land möchte ich hiermit aber unbedingt noch nachholen.


Dienstag, 17. Juni 2014

Überschreitung Hoher Göll (2522m) und Hohes Brett (2340m)

Bombenwetter und noch dazu eine Gewittergefahr, die laut Wetterbericht gegen Null geht: Klar, dass da auch eine große Tour drin ist! Unsere Wahl fiel auf den Hohen Göll, da dieser dank eines hohen Ausgangspunktes an einem Tag gut zu machen ist. Es sollte jedoch eine längere Tour werden als ursprünglich geplant...


Donnerstag, 12. Juni 2014

Almwanderung im Berchtesgadener Land

Als Einlauftour in unserem Urlaub am Königssee sollte es gemütlich losgehen. So stiegen wir vom Parkplatz Hammerstiel (760m) erst kurz über eine Forststraße, dann über einen schönen Waldpfad zum Grünsteinhaus (1220m) auf. Den fünfzehnminütigen Aufstieg zum Gipfel sparten wir uns und aßen stattdessen ein sehr leckeres Stück Erdbeerkuchen. Weiter ging es dann wieder durch Wald zur idyllisch gelegenen Kührointalm (1420m), wobei uns die letzten Meter auf der breiten Versorgungsstraße in der prallen Sonne ganz schön ins Schwitzen brachten.


Donnerstag, 5. Juni 2014

Spritztour zu Zinken (1614m) und Sorgschrofen (1636m)

Wenn man schon mal im Allgäu bei einer ebenfalls bergbegeisterten Freundin ist, muss natürlich auch eine Tour drin sein. Aufgrund Zeitmangels und unsicherer Wetteraussichten für den Nachmittag starteten wir vergangenen Sonntag von Unterjoch bei Bad Hindelang zu einem eher kleinen Ausflug, der sich aber dank Kraxeleinlagen äußerst kurzweilig gestaltete.


Montag, 19. Mai 2014

Steilgraswandern und die Suche nach dem Grat

Da unsere geplante Überschreitung der Pyramidenspitze im Kaisergebirge aufgrund des Neuschnees nicht mehr möglich schien und das Wetter im Westen sehr viel schöner zu werden versprach, fuhren wir gestern Morgen nach Oberammergau, von wo aus wir den Sonnenberggrat bzw. die Felsengruppe "Am Zahn" ansteuerten. Gleich zu Beginn (9:30 Uhr) war es bereits ziemlich warm und auch beim Blick in die Nordseiten der umliegenden Berge war klar: Sehr viel Schnee würde auf unserer Route nicht mehr liegen. Leider bedeutet Schneeschmelze meist nasse Wege, Wiesen und Felsen, weswegen wir auch auf die Besteigung des Zahns verzichteten. Ich hatte vorher gelesen, dass es sich beim Gipfel, der sich neben dem kreuzgeschmückten Türmchen mit einigen kurzen, eingebohrten Routen befindet, um IIer-Kletterei handeln sollte, also wollten wir es zumindest versuchen. Aufgrund der Nässe und des extrem splittrigen Gesteins war uns die Sache aber wie gesagt sowohl von Osten als auch von Westen zu heikel, sodass wir lieber noch ein wenig die wunderschöne Gegend erkundeten.

Rückblick vom Umkehrpunkt an der Ostseite des Zahngipfels
Zahn-Westseite

Mittwoch, 7. Mai 2014

Spätwinterliche Überschreitung der Kramerspitze (1985m)

Trotz äußerst trüben Wetters am vergangenen Sonntag Morgen in Garmisch-Partenkirchen machten wir uns gegen 8:30 Uhr vom Bahnhof aus in Richtung Kramerspitze, denn der Wetterbericht sagte für den Nachmittag eine gute Portion Sonnenschein hervor. Etwa ab der Höhe des Gasthauses "St. Martin" (1028m) setzte aber erst einmal Regen ein, der zunehmend in Schnee überging, je höher wir stiegen.


Freitag, 2. Mai 2014

Von Süden auf den Risserkogel

Endlich ging es am 1. Mai trotz nicht idealer Wetteraussichten mal wieder in die Berge - die letzte Tour war nun wirklich lang genug her! Da der Lawinenwarndienst Bayern schneefreie Hänge bis 2000m auf den Südseiten ankündigte, entschieden wir uns für eine Wanderung von Wildbad Kreuth auf den Risserkogel (1826m).

Scheuereralm

Donnerstag, 17. April 2014

Südtiroler Wanderdreitausender mit Aussicht: Rötlspitze

König Ortler (3905m)
Nein, ich befinde mich nicht im Urlaub, ich sitze mit einer Erkältung zuhause... Und da die nächste Bergtour frühestens am Wochenende nach Ostern stattfinden wird, hole ich einfach die Beschreibung einer schon länger zurückliegenden Wanderung nach - einer Wanderung zu einem 3000er mit phantastischer Aussicht und lediglich 300 Höhenmeter Aufstieg. Wie das geht? Nein, nicht mit einer Seilbahn, sondern mit der Linienbusverbindung zum Stilfser Joch (2758m).

Mittwoch, 9. April 2014

Frühlingswanderung zum Köglhörndl (1645m)

Bei eher durchwachsenem Wetter verschlug es mich vergangenen Samstag aufs Köglhörndl, einen 1645m hohen Berg, von dem wahrscheinlich die wenigsten vorher schon einmal gehört haben. Er eignet sich für eine Frühlingswanderung allerdings sehr gut, wenn man in Niederbreitenbach im Inntal startet und sich so von Süden nach oben arbeitet.

Schneerosen am Wegrand

Montag, 31. März 2014

Abenteuerliche Skitour in den Tuxer Alpen

Bei diesen traumhaften Wetteraussichten sollte es vergangenen Freitag wieder für eine Zweitagestour in die Zentralalpen gehen. Ich schlug die Halslspitze (2574m) vor, da für mich derzeit ja noch Beschreibungen wie "unschwierige Genussskitour" und "weitläufiges Skigelände" Musik in den Ohren sind. Zunächst stand jedoch der Aufstieg über die Rodelbahn zur
Weidener Hütte (1799m) an, wo wir die Nacht verbrachten. Da wir uns auch den Grat zum Rastkogel anschauen wollten, klingelte der Wecker am Samstag bereits um 5:15 Uhr; um kurz nach sechs waren wir endlich abmarschbereit. Leider verpassten wir es, die Routenbeschreibung noch einmal genau
durchzulesen und bogen einfach nach der ersten Alm nach links in die Westflanke des Nafingköpfls ab. Später wurde dann klar, dass wir dies erst hinter der Nafingalm hätten tun sollen, aber warum einfach, wenn man es auch kompliziert haben kann? Statt
durch flaches und mittelsteiles Gelände ging es also durch steile Flanken, die aufgrund unseres frühen Aufbruchs teilweise ziemlich hart gefroren waren - ohne Harscheisen wäre ich hier absolut verloren gewesen. Und obwohl wir natürlich versuchten, die flachsten Passagen zu wählen, wurde es irgendwann so steil,
dass ich die Skier in die Hand nahm und zu Fuß in Falllinien aufstieg - hier kam mir der harte Schnee sehr zugute. Das Ganze kostete allerdings extrem viel Kraft, sodass ich die letzten Meter zum Gipfelkreuz (welches auf dem Vorgipfel steht) im perfekten Pulverschnee leider
nicht wirklich genießen konnte. Oben angekommen war ich dann erst einmal ziemlich fertig, aber auch stolz, den gesamten Aufstieg selbst gespurt zu haben. Einzig der Gedanke an die Abfahrt machte mir ein wenig Sorgen, doch ich hoffte, dass die Sonne dafür sorgen würde, aus dem Harschdeckel schönen Firn zu machen. Nach Studieren der Karte und der Routenbeschreibung wurde jedoch schnell klar, dass wir sowieso einen anderen Weg nach unten nehmen würden: Vom Hauptgipfel nach Südwesten Richtung Nafingjoch, dann Richtung Nordwesten zur Nafingalm. Zunächst genossen wir allerdings unsere wohlverdiente Pause an einem windgeschützten Plätzchen und labten uns an der phänomenalen Aussicht vom höchsten Punkt.

Die ersten Abfahrtsmeter waren dann leider - wie mein Tourenpartner es liebevoll ausdrückte - "eine Katastrophe". Quasi jeder Versuch, einen Schwung anzusetzen, endete mit einem Salto in den Schnee. Dabei wäre
das Gelände tatsächlich ideal für mich gewesen; das einzige Problem war der Bruchharsch (Bild links). Aber als Skitourengeher muss man da eben durch, und als Übung hat das Ganze sicher gute Dienste geleistet. Weiter unten klappte es auch immer besser und ich wurde selbst in etwas steileren Passagen sicherer. Zwischendurch gab es außerdem noch einige
nordseitig ausgerichteten Mulden mit wunderbarem Pulverschnee - allein dafür hätten sich die Mühen gelohnt! Und da wir anscheinend seit Tagen die ersten am Gipfel waren, lag das gesamte Abfahrtsgelände bis auf eine neue Aufstiegsspur
der nach uns gestarteten Tourengeher unberührt vor mir - so soll es sein! Auf der sonnigen Terrasse der Weidener Hütte gönnte ich mir noch ein Stück Kuchen, bevor wir die Rodelbahn ins Tal nahmen. Hier wechselten sich je nach Sonneneinstrahlung Harsch und Sulz ab, wobei die Abfahrt deutlich mehr Spaß gemacht hätte, wenn die Bahn nicht so zerfurcht gewesen wäre. Sie ist jedoch so flach, dass die meisten Tourengeher es vorzogen, die Strecke in Schussfahrt hinter sich zu bringen. Alles in allem war es eine gelungene Tour und ich würde behaupten, mich angesichts der Tatsache, dass ich erst Mitte Januar mit dem Skifahren angefangen habe, ganz gut angestellt zu haben!
  • Lawinenlage: Gering (1), am Nachmittag mäßig (2)
  • Höhenmeter: Etwa 550 zur Hütte, dann nochmal 775 zum Gipfel
  • Zeitbedarf: Wir haben geschlagene vier Stunden für den Aufstieg gebraucht, was aber sicherlich an der ungeschickten Routenwahl lag. Normalerweise werden gut zwei Stunden veranschlagt.

Samstag, 22. März 2014

Ein Blogstöckchen

Irgendwann "musste" es ja kommen: Anfang März wurde ich von meinem ersten Blogstöckchen beworfen - an dieser Stelle einen lieben Dank an Patrick von patruckel.com, der an mich gedacht hat! Es hat viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, aber am Zeitpunkt dieser Veröffentlichung erkennt man schon, dass es nicht gerade in zehn Minuten erledigt ist. Sonst bin ich ja absolut kein Fan von Kettenbriefen, doch in diesem Fall bin ich gerne dabei, da es schließlich auch dazu dient, uns Blogger untereinander besser zu vernetzen.

Hier also die 11 Fragen, die ich beantworten durfte :)