Freitag, 22. November 2013

Abenteuerpfade rund um die Kampenwand


Die Kampenwand in den Chiemgauer Alpen ist ja eigentlich nicht unbedingt als besonders alpines Gipfelziel bekannt; da wir vergangenen Sonntag aber mit einem
"Einheimischen" unterwegs waren, durften wir einige interessante Ecken dieser vielbesuchten Gegend kennenlernen. Nach gemütlichem Start über Forstwege bogen wir auf einen schmalen, nicht beschilderten Pfad ab. Glücklicherweise war dieser bereits begangen worden, sodass wir den Spuren im immer tiefer werdenden Schnee gut folgen konnten.
Weiter ging es durch wunderschön verschneiten Wald, bis wir nach etwa einer Stunde den Hochnebel hinter uns ließen und gleichzeitig in freieres Gelände kamen. Genau in diesem Moment tauchten vor uns
die beeindruckenden Felswände der Gedererwand auf: Ein imposanter Anblick! Nun hieß es aber auch, jeden Schritt mit Bedacht zu setzen, da der Weg steiler und ausgesetzter wurde. Einige Passagen waren zudem leicht vereist, wodurch vor allem eine kurze Kletterstelle unangenehm wurde. Wenig später erreichten wir schließlich den Sattel südlich der Gedererwand und stießen auf den breit ausgetretenen Weg, der um den Grashügel Sulten herum nach Süden gen Kampenwand zieht. Hier war es leider schlagartig vorbei mit der
Einsamkeit, dafür wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und Blicken zu den umliegenden Bergen belohnt. Je höher wir stiegen, desto besser wurden diese natürlich; und vom Kampenwandgipfel war die Aussicht dann einfach nur noch unbeschreiblich! Ringsherum ein Wolkenmeer, aus dem die schneebedeckten Gipfel der umliegenden Gebirgszüge herausschauen, dazu die wärmenden Strahlen der Sonne und blauer Himmel - was kann es schöneres geben?

Statt auf direktem Weg hinunter zu gehen, nahmen wir noch einen Pfad Richtung Osten, der uns durch eine tief verschneite Senke zu einem versteckten Aussichtspunkt brachte, an dem wir auch einige sehr schwierige Kletterrouten bestaunen konnten. Uns genügte allerdings die Besteigung eines Felsturms, den wir in durchaus steiler Einserkletterei erreichten
- aufgrund der Schneeauflage nicht gerade einfach, sondern eher mit hochalpinem Flair. Beim Erreichen des höchsten Punktes kamen daher noch einmal zusätzliche Glücksgefühle auf. Auch die Aussicht auf dem Kampenwand-Hauptgipfel ist wohl von nirgendwo anders schöner! Der Abstieg zum breiten Panoramaweg erfolgte schließlich durch Latschenbewuchs im Pulverschnee, was um ein vielfaches angenehmer war, als den ausgetretenen und damit unglaublich glatten "Normalweg", den wir für den Aufstieg benutzt hatten, zu nehmen. Dort waren uns sogar Leute mit Steigeisen begegnet, was ich durchaus als legitim empfand (auch wenn keine Absturzgefahr vorhanden war).

Bevor wir schließlich den endgültigen Rückweg antraten, bestiegen wir noch einen weiteren kleinen Felsturm in der Nähe der DAV-Hütte und genossen die wunderbare Abendstimmung sowie den Panoramablick Richtung Süden inklusive Alpenglühen! Zuletzt wurde es dann noch einmal spannend, da wir nicht über eine Forststraße, sondern über die noch nicht in Betrieb genommene Skipiste abstiegen. Zwar wiesen uns Spuren den Weg, doch zumindest ich hatte meine Zweifel, ob uns diese im immer weniger vorhandenen Tageslicht nicht irgendwann im Stich lassen würden. Und obwohl wir ja jederzeit die Möglichkeit gehabt hätten, den Weg wieder zurück zu gehen, war es doch ein beklemmendes Gefühl, endgültig in den Nebel und
die langsam hereinbrechende Dunkelheit einzutauchen. Vom einen auf den anderen Moment wurde es zudem um einige Grad kälter und man spürte förmlich die Feuchtigkeit, die in der Luft lag - kein schöner Gedanke, bei solchen Umständen biwakieren zu müssen. Nach einiger Zeit trafen wir glücklicherweise jedoch wieder auf die Forststraße, die uns im Schein der Stirnlampen sicher zum Auto zurück führte.

Mehr Fotos demnächst auf flickr!

Sonntag, 10. November 2013

Erste Wintergefühle und stille Pfade im Estergebirge

Nachdem ich mir nach der letzten Wanderung vorgenommen hatte, bei der nächsten Tour ein einsameres Gipfelziel anzusteuern, fiel die Wahl für den
gestrigen Tag auf den Osterfeuerkopf (1368m) und die nicht markierte Überschreitung des Eckleitenkamms sowie des Ölrains (1542m) zum Ohlstädter Hirschberg (1660m). Aufgrund des angesagten Schmuddelwetters wäre wohl auch der Besuch des Tegernseer Hirschberges recht einsam gewesen, doch wir blieben bei unserer Entscheidung - auch wegen der Möglichkeit, bei allzu viel Regen und/oder Neuschnee nur den niedrigen Osterfeuerkopf zu besuchen und gleich wieder nach
Eschenlohe abzusteigen. Als wir jedoch gegen 12 Uhr den Gipfel erreichten, war es trocken und wir hatten die leise Hoffnung, dass es zumindest etwas aufklaren könnte. Also setzten wir
unseren Weg Richtung Ölrain fort. Dieser ist zwar nicht markiert, aber dank einer guten Pfadspur fast immer eindeutig zu finden. Er schlängelt sich dabei durch schönes Waldgelände und ist auch trotz mangelnder Fernsicht sehr reizvoll. Am Ölrain angekommen war dann leider klar, dass sich die Wolken wohl nicht mehr verziehen würden und wir am Gipfel des Hirschbergs keinerlei Aussicht hätten
genießen können. Auch war der Wiesenboden bereits dezent weiß gepudert, sodass der steile Anstieg zum Hirschberg aufgrund des rutschigen Untergrunds recht anstrengend geworden wäre.
Wir entschieden uns daher dafür, Richtung Wankhütte abzusteigen und fanden auf der Terrasse der benachbarten Jagdhütte ein schönes trockenes Plätzchen für eine gemütliche Brotzeit. Kalt wurde es allerdings trotzdem irgendwann (das Thermometer an der Eingangstüre zeigte 2 Grad), und so nahmen wir den Abstieg nach Ohlstadt in Angriff, dessen
Bahnhof wir gegen 16 Uhr erreichten. Abgeschlossen wurde die kalte und nasse, aber dennoch schöne Tour mit einem wunderbaren Sonnenuntergang - wenn auch nur vom Zug aus...

Montag, 4. November 2013

Bildqualität in Google Blogs

Nachdem ich mich schon mehrmals über die verpixelte Qualität meiner Fotos im Blog geärgert habe, habe ich jetzt herausgefunden, woran dies liegt: An einer automatischen "Bildoptimierung" bei Google!

Hier ist nachzulesen, wie man es wieder ausschaltet.

In den nächsten Tagen werde ich also nach und nach die verunstalteten Bilder der vergangenen Beiträge mit meinen selbstbearbeiteten ersetzen.