Dienstag, 29. Januar 2013

Eisklettern in Pfronten

Ein sehr lehrreiches Wochenende verbrachte ich am vergangenen Samstag und Sonntag mit der Bergsportagentur Toni Freudig beim Eisklettern. Wir lernten den Umgang mit Steigeisen und Eisgeräten, das Setzen von Eisschrauben, Standplatzbau im Eis und Abseiltechniken, und durften uns am zweiten Tag auch im Vorstieg probieren. Hier einige Impressionen:

Der erste kleine Übungswasserfall

Traumwetter am Aggenstein

Toni steigt den Kamin in der Enge vor - soweit sind wir dann selbst im Nachstieg nicht gekommen...

2. Tag: Ich im Vorstieg (mit gesetzten Eisschrauben)

Nicht mehr weit bis zur nächsten Zwischensicherung!

Das Ganze ohne Zoom

Und nochmal im Nachstieg

Sonntag, 20. Januar 2013

Der perfekte Winterwanderberg

"Perfekt" ist zwar ein hochtrabendes Wort, doch wenn man eine nicht allzu schwere Winter-Bergwanderung mit Gipfel, phantastischem Ausblick und gemütlicher Einkehr sucht, wird man beim Hirschberg (1670m) am Tegernsee sicher nicht enttäuscht. Vom Parkplatz an der Hirschbergstraße (765m) (hierher auch mit dem Bus von Tegernsee, Haltestelle "Scharling Hirschbergstraße") überwindet man die ersten circa 600 Höhenmeter
auf einer geräumten Forststraße, die als Rodelbahn genutzt wird - nicht gerade spannend, aber kraftsparend für den weiteren Anstieg im Tiefschnee. Ab Beginn der Materialseilbahn wird es dann erheblich steiler. In vielen, meist gespurten Kehren und am Ende mit Drahtseilen gesichert (Bild: beim Abstieg) geht es zum Gipfel des Kratzer (1545m) direkt oberhalb des Hirschberghauses. Der Weg kann sehr rutschig sein, gestern waren viele Stellen unter dem Schnee vereist. Mit Grödeln oder Steigeisen geht es sich da leichter.
Vom ersten Gipfelkreuz der Tour hat man dann bereits einen wunderbaren Blick z.B. zum Tegernsee, nach Rottach-Egern, zum Wallberg und sogar zu den weit entfernten Hohen Tauern. Wir hatten uns jedoch den Hirschberg vorgenommen und so ging es mit gebührendem Abstand an beein- druckenden Wechten (Bild unten) entlang in etwa vierzig Minuten
zum zweiten Gipfel unserer Tour (im Bild links ganz rechts außen). Glücklicherweise war auch dieser Weg gespurt, und trotz regelmäßigen Einsinkens in den Schnee kamen wir gut voran. Die Sonne hatte sich in den Bayerischen Voralpen entgegen zunächst aufkommender Hoffnung leider nicht so recht durchsetzen können, sondern beschien lediglich die
entfernten Dreitausender, was die Freude über die wunderbare Aussicht am Gipfel aber nur leicht trübte. Vom Hirschberg hat man wirklich einen phantastischen Rundumblick von den Tegernseer Bergen über Wendelstein, Wallberg,
Risserkogel, Blankenstein, den Hohen Tauern, Guffertspitze, dem Rofangebirge, Ross- und Buchstein bis hin zur Zugspitze (Bild links) und den umliegenden Bergen. Einfach nur traumhaft! Allein waren wir dort natürlich nicht, denn dank der guten Wettervorhersage waren auch viele Skitourengeher unterwegs. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast und -brotzeit schlugen wir den Rückweg ein, der uns mit einem kleinen Umweg am
Hirschberghaus vorbeiführte. Dort wurde noch einmal angestoßen und sich für den Abstieg gestärkt, den wir gegen 16 Uhr antraten. Für die steilen 200 Hm bis zum Beginn der Forststraße wollte ich erst die Eisen auspacken, doch mit ein paar harmlosen Ausrutschern ging es auch ohne. Wer keinen Rodel mitgenommen hat, hat von hier aus noch einmal eine Stunde Abstieg vor sich, der aber wie anfangs beschrieben absolut harmlos ist und auch im Dunkeln (mit Lampen!) begangen werden kann. So kamen wir um 17:45 Uhr wieder am Parkplatz an - inklusive ausgiebiger Pausen waren wir also sieben Stunden unterwegs gewesen.

Sonntag, 13. Januar 2013

Winterwanderung auf die Baumgartenschneid

Endlich stand gestern nach längerer Zeit mal wieder eine Gipfeltour an. Nachdem ich mir Ende November eine Bänderzerrung zugezogen und mich damit sozusagen selbst außer Gefecht gesetzt hatte, war die Wanderung auf die Baumgartenschneid (1444m) am Tegernsee die perfekte Wiedereinstiegstour. Vom Parkplatz am Schwaighof (bis hierher auch mit dem Bus von Tegernsee) geht es zunächst über eine breite Forststraße, die im Winter auch als Rodelbahn genutzt wird, bis zum Gasthaus am Riederstein. Möchte man
diesen bescheidenen Gipfel mitnehmen, nimmt man den Kreuzweg Richtung Baumgartenschneid. Über Treppenstufen gelangt man zu einer Abzweigung, von welcher man schon die kleine Kapelle am Riedersteingipfel sehen kann. Zur Baumgartenschneid geht es
allerdings nach rechts, zunächst noch weiter durch Wald. Der Weg war gut gespurt und auch die wenigen, etwas steileren bzw. ausgesetzteren Passagen (Bild links) waren gut zu überwinden. Weder Schneeschuhe noch Grödeln hätten wir gestern benötigt. Leider bestätigte sich unsere Befürchtung, dass die Aussicht gleich Null betragen würde, als wir auf dem Rücken der Baumgartenschneid in freies Gelände gelangten. Selbst das Gipfelkreuz war erst fünf Minuten vor Erreichen desselben erkennbar. Andererseits zauberte der Nebel eine Atmosphäre, die wirklich
einzigartig war: Alles weiß! Da ist man dann doch irgendwie froh, wenn man nicht alleine unterwegs ist... Auf dem freigeblasenen und vereisten Gipfel hielten wir es nicht lange aus, da der Wind dort ziemlich ungemütlich war. Hinab ging es dann rutschend durch wunderschönen Pulverschnee und wieder durch den Wald zum Gasthaus. Von dort nahmen wir den direkten Weg zum Leeberghöhenweg, der mich schließlich wieder zum Bahnhof Tegernsee brachte.

<-- Blick von etwas unterhalb des Gipfels auf den Anstiegsweg